Indische Dosa mit Erdnuss-Chutney im Running Dinner mit Marlis von Marille’s Cuisine – Das Sommerspecial

Hauptgang in Indien und Nachtisch in Deutschland! Heute gibt es Sommerurlaub für den Gaumen!

Nach langem Planen ist es uns gelungen unsere beiden Welten zu verbinden und die Distanz zu überbrücken. Ich freue mich euch heute Marlis auf meinem Blog vorstellen zu können. Wir haben ein sehr leckeres veganes Menü unter dem Motto „Sommer“ für euch zusammengestellt. Als Hauptgericht gibt es indische Dosa mit Erdnuss-Chutney und gebratenem Gemüse und zum Nachtisch gibt es leckeres veganes Schokoladeneis auf Dattelbasis, das klingt doch verführerisch oder?

Doch vor dem Essen möchte ich euch kurz Marlis vorstellen, dazu habe ich Marlis gebeten ein paar Fragen zu beantworten.

Stelle dich kurz vor

Hi, ich bin Marlis aus Karlsruhe, 28, und blogge seit 2013 auf meinem Foodblog Marille’s Cuisine. Neben Essen und Kochen, Schreiben und Fotografieren, habe ich eine Schwäche für Hörbücher, Musik, altes Porzellan und schlechte Witze. Ich geh’ gerne auf Flohmärke, liebe Design und alles für’s Auge, Gestalten und Kreativ sein und bin eigentlich immer gut gelaunt.

Wie bist du zum Bloggen gekommen und über was bloggst du?

Ich hab’ schon immer gerne Blogs gelesen und in Kombination mit meinen Leidenschaften führte dann eins zum anderen. Das erste halbe Jahr noch als reiner Backblog, schreibe ich mittlerweile über leckeres, gesundes, verträgliches Essen und einfache Rezepte für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien, Intoleranzen und vor allem Reizdarmsyndrom. Da ich selber schon viele Jahre betroffen bin, war schnell klar, dass ich mein Wissen weitergeben und anderen Betroffenen Mut machen möchte. Und ihnen, euch, auch einen Anstoß geben will, um wieder ein (großes) Stück Lebensqualität und Genuss zurück zu gewinnen. Dafür stehen auch die vier Wörter „Genuss. Gesundheit. Leidenschaft. Kreativität.“ auf meinem Blog. Außerdem gebe ich viele ehrliche Einblicke in mein Leben und meine Erkrankung und schreibe über Tipps, Tricks und Wissenswertes rund um das Thema Reizdarm.

Wo nimmst du deine Inspiration her?

Von überall! Zeitschriften, Internet (Blogs, soziale Medien), Kochbücher, Fernsehen, aber auch viel auf dem Wochenmarkt. Meistens ist es ein (verträgliches) Lebensmittel oder ein bestimmtes Gericht auf das ich Lust habe oder bekomme und dann versuche, daraus für mich was Passendes zu kochen. Oder ich sehe eben Rezepte die mir das Wasser im Mund zusammen laufen lassen und ändere sie in eine verträgliche Variante um.

Natürlich, was ist dein Lieblingsessen?

Das verändert sich immer mal wieder. Ein absoluter Dauerbrenner sind aber Avocados, Quinoa, Cashewkerne und Erdmandelcreme. Von allem werde ich wahrscheinlich niemals genug bekommen. Außerdem liebe ich Schmortomaten über alles und habe eine Schwäche für selbstgebackenes Brot. Davon gibt’s auch ziemlich viel auf dem Blog.

Welchen Rat würdest du am liebsten jedem mit auf den Weg geben?

Akzeptiert euer „Schicksal“, egal was es bei euch genau ist und geht offen damit um. So nehmt ihr euch selbst ganz viel Druck und ihr werdet sehen, dass auch andere ganz anders mit euch umgehen und zwar in positiver Weise! Und: Traut euch, in der Küche kreativ zu sein, habt (wieder) Spaß am Kochen und Essen und probiert was euch gut tun und was nicht.

 

Zutaten

Dosa:

½ Tasse Uran Dhal (Urdbohne)
1 Tasse Reis
½ TL Salz
1 TL Zucker oder ein EL Honig
Wasser

Erdnuss-Chutney:

1 Tasse geröstete Erdnüsse
1 Chilischote
2 Nelken
2 Kardamoms
Koriander frisch, 1/4 TL Pulver
1,5 cm Stückchen Ingwerwurzel
3 EL Öl
½ bis ¾ Tasse Wasser

Gebratenes Gemüse:

2 Möhren
1 Zucchini
2 Kardamom
1 cm Stückchen Ingwerwurzel
½ TL Kurkuma
½ TL Masala
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 Limette
frischen Koriander

 

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Nun zurück zum Essen

Dosa mit Erdnuss-Chutney

Zur Hauptspeise gibt es indische Dosa mit Erdnuss-Chutney und gebratenem Gemüse! Falls ihr denkt das Leben ist zu kurz und man solle doch besser den Nachtisch zuerst essen, möchte ich euch nicht abhalten – Hier geht es zum veganen Schokoladeneis auf Dattelbasis.

Mit diesem Artikel darf ich euch auch das erste verträglich indische Essen auf meinem Blog vorstellen. In dem Land wo Linsen, Dhal und scharfe Gewürze zu den Grundnahrungsmitteln gehören ist es gar nicht so einfach bekömmliche Sachen zu finden. Deswegen habe ich lange gesucht und habe dieses leckere verträgliche Rezept erstellt. Bei meinen vorsichten Testessen habe ich herausgefunden ,dass fermentierter Dhal, wie er zum Beispiel in Dosa vorkommt, besser verträglich für mich ist als einfach nur gekochter Dhal.  Dhal gehört zu den Hülsenfrüchten und ist somit reich an Proteinen und Eisen. Für Dosa verwendet man geschälten Uran Dhal.

Unsere Haushälterin, Kavitha, hat mir gezeigt, wie man leckeres Erdnuss-Chutney macht. So musste ich nur noch ein paar Änderungen machen, damit es auch für Leute mit eingeschränkten Verdauungsfähigkeiten geeignet ist.

So geht’s – Indische Dosa mit Erdnuss-Chutney und gebratenem Gemüse

Für die Dosa:

  1. Reis und Dhal waschen und 5 Stunden in Wasser quellen lassen.
  2. Wasser abgießen und Dhal-Reisgemisch in die Küchenmaschine mit Salz und einem Teelöffel Zucker geben und mahlen bis der Teig nicht mehr sandig ist.
  3. Den Teig in ein Behältnis mit Deckel geben und falls nötig ein bisschen Wasser dazugeben, der Teig sollte eine pfannkuchenartige Konsistenz haben.
  4. Den Teig bei Zimmertemperatur eine Nacht fermentieren lassen.
  5. Teig gut durchrühren und bei Bedarf wieder vorsichtig etwas Wasser dazugeben.
  6. Um perfekte Dosa zu machen braucht man eine große Pfanne, den Teig darin in die Mitte gießen und mit der Kelle von innen nach außen den Teig verteilen.
  7. Warten bis der Teig an dünnen Stellen braun wird und dann wenden.

Für das Erdnuss-Chutney:

  1. Erdnüsse rösten und anschließend die Schale abreiben.
  2. Chilischote, Ingwer, Kardamom und Nelken in 3 Esslöffel Öl anbraten. Wer nicht gerade in westlichen Ländern wohnt, sollte noch den Koriander kurz mitanbraten.
  3. Kardamom und Nelken entfernen und je nach Geschmack die Chilischote rausnehmen oder nicht.
  4. Geröstete Erdnüsse, Salz und aromatisiertes Öl in die Küchenmaschine geben und mahlen bis eine feine Masse entstandenen ist. Je nach Vorliebe kann man Wasser dazugeben. Ich gebe gerne ca. eine halbe bis dreiviertel Tasse Wasser dazu.

So wohl der Dosateig, als auch das Erdnuss-Chutney halten sich einige Tage im Kühlschrank. In Indien hat jeder ein bisschen Dosateig im Kühlschrank, als schnellen Snack für Zwischendurch.

Für das gebratene Gemüse:

  1. Zucchini und Möhren waschen und in kleine Stückchen schneiden.
  2. Ingwer schälen und ebenfalls klein schneiden.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen und Ingwer, Kardamom, Kurkuma, Kreuzkümmelsamen und Masala kurz anbraten.
  4. Zucchini und Möhren dazugeben und garen.
  5. Vor dem Servieren Kardamom entfernen und Koriander und etwas Limettensaft darüber geben. 

 

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